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Der Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel 2014 hat klar gezeigt, dass Österreichs Regionen und Gemeinden durch die Auswirkungen des Klimawandels massiv betroffen sind und sein werden. Wir, das Klimaparadies-Lavanttal, unternehmen etwas gegen die Klimakrise! Machen SIE mit!

KLAR!-Regionen gehen in die Umsetzung

Die Anpassung an den Klimawandel gilt seit dem Pariser Abkommen 2015 als zweite zentrale Säule der internationalen Klimapolitik. Besonders in Österreich zeigen die Auswirkungen des veränderten Klimas schon heute drastische Konsequenzen. Um dem entgegenzuwirken, startete der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) das europaweit führende Klimawandel-Anpassungs-Programm „KLAR!“. Seit Herbst 2016 haben 23 Regionen ihre individuellen Anpassungskonzepte mit wissenschaftlicher Begleitung des Umweltbundesamts und des ZAMG erarbeitet, 20 davon gehen jetzt in die Umsetzung.

Nach dem heißesten Mai seit 1868 haben viele Österreicherinnen und Österreicher aktuell mit Überflutungen und Murenabgängen aufgrund von starken Unwettern zu kämpfen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind verheerend – bis zum Jahr 2050 ist mit Schäden in Höhe von bis zu 8,8 Mrd. Euro jährlich zu rechnen. „Aufgrund seiner alpinen Lage wird Österreich auch in Zukunft im Vergleich zum europäischen Durchschnitt stärker vom Klimawandel betroffen sein. Neben Land- und Forstwirtschaft bekommt besonders auch der Tourismus die Folgen zu spüren. Die Klimawandelanpassung ist deshalb ein zentrales Element unserer Klima- und Energiestrategie #mission2030 – und Österreich ist damit jetzt schon europäischer Vorreiter auf diesem Gebiet“, unterstreicht Josef Plank, Generalsekretär des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus.

2,1 Mio. Euro für konkrete Umsetzungen

Europaweit einzigartig unterstützt das Förderprogramm „KLAR! – Klimawandel-Anpassungsmodellregionen“ österreichische Regionen dabei, sich rechtzeitig auf die Herausforderungen des Klimawandels einzustellen. „Mit insgesamt 2,1 Mio. Euro können wir 20 Regionen in Österreich das richtige Handwerkszeug geben, um sich individuell auf die Bedrohungen, wie etwa Hitze oder Starkniederschlag, vorzubereiten, Fehlinvestitionen zu vermeiden und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu setzen. Maßgeschneiderte Strategien ermöglichen damit unseren heimischen Gemeinden neue Perspektiven“, so Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.

Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) haben die Regionen ein individuelles Klimaszenario bis 2050 erarbeitet. Sie wissen nun ganz genau, welche Klimaveränderungen auf sie zukommen und können so sichere und passgenaue Lösungen auf Basis des letzten Standes der Klimaforschung erstellen. Jetzt starten 20 Regionen auf Basis dieser Erkenntnisse mit der Umsetzung der Maßnahmen.